Hilfe bei Endometriose

Die Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die schätzungsweise jede zehnte geschlechtsreife Frau in Deutschland betrifft. Gewebe der Gebärmutterschleimhaut wandert und siedelt sich außerhalb der Gebärmutter oder in der Muskelschicht der Gebärmutter an (Adenomyose). Dabei sind die Patientinnen allerdings unterschiedlich stark betroffen und die Symptome können variieren. Endometriose ist einer der häufigsten Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch.

Ursachen

Die Endometriose entwickelt sich meist bei jungen Frauen mit dem Einsetzen der Menstruation und ebbt mit den Wechseljahren wieder ab. Die Ursachen für Endometriose sind weitestgehend unbekannt und verschiedene Theorien werden diskutiert. Neben einer genetischen Veranlagung oder Umweltgiften werden auch autoimmunologische oder hormonelle Prozesse diskutiert. Ein frühes Einsetzen der Menstruation oder eine späte Schwangerschaft gelten als Risikofaktoren (siehe auch Prävention und Risikofaktoren). Auch der Lebensstil, vor allem Übergewicht, könnten die Entstehung der Endometriose negativ beeinflussen (siehe Lebensstil und Ernährung).

Symptome & Folgen

Bei der Endometriose kann Gewebe der Gebärmutterschleimhaut wandern und sich beispielsweise an den Eierstöcken oder auch an Darm und Blase (tief infiltrierende Endometriose) ansiedeln. Die Herde verhalten sich wie normales Gewebe der Gebärmutterschleimhaut und bauen sich durch hormonelle Steuerung (vor allem Östrogen) auf und bluten im Laufe des Zyklus wieder ab. Die Betroffenen leiden daher vor allem während der Regelblutung an ihren Symptomen. Neben starken Schmerzen treten unregelmäßige Blutungen, Übelkeit oder Magen-Darm-Probleme auf. Viele Patientinnen haben Schwierigkeiten schwanger zu werden und leiden auch an psychischen Erkrankungen (siehe Begleit- und Folgeerkrankungen). Auch während einer Schwangerschaft kann es vermehrt zu Komplikationen kommen (siehe auch Lebensphasen).

Behandlung

Für die akute Behandlung von Schmerzen bei Endometriose werden klassische Schmerzmittel eingesetzt. Über eine hormonelle Therapie (zum Beispiel mit der Antibabypille) soll Östrogen verringert und der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und damit auch der Endometrioseherde reduziert werden. Neue Therapien befinden sich aber noch in der Forschung (siehe Arzneimittel-Studien). Aber auch alternative und ergänzende Behandlungsmethoden wie Akupunktur werden eingesetzt (siehe Alternatives/Ergänzendes). Eine Operation ist meist jedoch die einzige Möglichkeit die Herde längerfristig zu entfernen und eine Schwangerschaft zu ermöglichen. Dabei werden die Herde meist durch eine Bauchspiegelung entfernt (siehe Operation/weitere Eingriffe). Durch eine künstliche Befruchtung kann die Chance einer Schwangerschaft erhöht werden.