Bewegung bei Endometriose

Bewegung und Sport sind wichtig bei Endometriose. Die sportliche Betätigung kann die Stimmung verbessern, Schmerzen lindern und Verspannungen lösen. Außerdem ist Sport gut für Herz, Gefäße und Immunsystem. Die Auswahl an möglichen Sportarten ist dabei groß – und für jeden ist etwas dabei.

Die „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ empfehlen allen erwachsenen Personen eine regelmäßige sportliche Aktivität. Dazu sollten mindestens 150 Minuten pro Woche mit Ausdauersport in moderater Intensität verbracht werden. Alternativ können auch 75 Minuten pro Woche mit Ausdauersport in höherer Intensität durchgeführt werden. Zusätzlich zu dem Ausdauertraining sollte mindestens 2-mal pro Woche Krafttraining stattfinden. In den nationalen Empfehlungen wird weiterhin darauf aufmerksam gemacht, dass lange, ununterbrochene Sitzphasen zu vermeiden sind und Zeiten, in denen man viel sitzt, regelmäßig durch körperliche Aktivität unterbrochen werden sollten. Dies kann erreicht werden, indem das Auto öfter mal stehen gelassen wird, die Treppe statt des Fahrstuhls genommen wird, eine Haltestelle früher ausgestiegen wird und kleinere Spaziergänge zum Beispiel nach dem Essen oder vor dem Schlafengehen eingeschoben werden. Um einen Überblick darüber zu bekommen, wie viel man sich im Alltag tatsächlich bewegt und ob das ausreichend ist, könnte ein Schrittzähler hilfreich sein. Dieser kann gleichzeitig motivieren, sich mehr zu bewegen.

Frauen mit Endometriose leiden vor allem an Schmerzen, Krämpfen und Verspannungen. Sportarten wie Yoga oder Tai Chi können Verspannungen lösen und für Entspannung sorgen. Ausdauersportarten wirken vor allem positiv auf das Herz-Kreislaufsystem und sollen Schmerzen verringern. Während der Menstruation sind die Beschwerden meist schlimmer. Hier gilt es die Bewegung an die Beschwerden anzupassen und die Intensität vielleicht zu verringern. Oder machen Sie einen Spaziergang und entspannen Sie in der Natur.